In alten Häusern dienten die Dachräume normalerweise nicht Wohnzwecken. Es waren Kaltdächer. Bauphysikalisch ist das die unproblematischste Variante.
Wollen die Bewohner das Dachgeschoss als Wohnraum nutzen, müssen die Dachflächen gedämmt werden.
Üblicherweise geschieht das, indem zwischen die Sparren Dämmung eingebracht wird. Es muss gewährleistet sein, dass von außen weder Regen noch Wind in die Dämmung eindringen können. Außerdem soll der gesamte Aufbau nach innen als auch nach außen diffusionsoffen sein. Da beim Wohnen eher von innen Feuchtigkeit (als Wasserdampf) in die Dämmung eindringt als von außen, soll der Dampfdiffusionswiderstand innen ca. 5 mal höher sein als außen. Ein möglicher Aufbau zur Dämmung von Dachflächen ist in der Abbildung gezeigt.
Unter der Dachhaut aus Dachziegeln liegen die Dachlatten und die Konterlatten. Darunter, als Unterdach, werden imprägnierte Holzweichfaserplatten so verlegt, dass Wind und Feuchtigkeit nicht eindringen können. Dafür haben die Platten Nut und Feder und sie müssen an allen Anschlüssen (Schornstein, Dachfenster) dicht verklebt werden. Zwischen die Sparren wird eine Dämmung aus diffusionsfähigem und hygroskopischem Material eingebracht (z. B. Flachs, Hanf, Zellulose). Mineralwolle ist dafür nicht geeignet, da sie weder diffusionsfähig noch hygroskopisch ist und damit eindringende Feuchtigkeit (Wasserdampf) nicht weiter transportieren und verdunsten kann.

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